Innere Medizin

Neben der operativen Tätigkeit ist die Innere Medizin (innere Erkrankungen) ein Hauptarbeitsfeld des Tierärzteteams unserer Praxis. Je nach betroffenen Organsystemen und Symptomen werden die inneren Krankheiten beim Tier vergleichbar mit denen des Menschen in die Gastroenterologie (Magen-, Darmerkrankungen), die Kardiologie (Herzkreislauferkrankungen), Dermatologie (Hauterkrankungen), die Pneumologie (Erkrankungen des Atmungsapparates), Nephrologie/Urologie (Nierenerkrankungen und Erkrankungen der harnableitenden Organe), Endokrinologie (Erkrankungen des Stoffwechsels und der inneren Sekretion) sowie die Infektionskrankheiten unterteilt. Ein weiteres, bereichsübergreifendes Arbeitsgebiet stellt die Onkologie dar.

Das Erkennen und Feststellen von inneren Krankheiten erfordert neben ergänzenden Untersuchungen wie z.B. Laboruntersuchungen, Endoskopien oder Ultraschalluntersuchungen Erfahrung und Fachwissen des Untersuchers. Die Tierärzte unserer Praxis verfügen über diese Fachkompetenz. Hier geben wir einen Überblick über spezielle Erkrankungen.

GASTRO-/ENTEROLOGIE

Innere Medizin – Die Gastroenterologie befasst sich mit dem Magen-Darmtrakt inkl. der für die Verdauung wichtigen Organe Leber und Pankreas (Bauchspeicheldrüse). Im Zusammenspiel mit den Verdauungssekreten sorgen fein aufeinander abgestimmte Bewegungen (Motilität, Peristaltik) der einzelnen Abschnitte für die Verdauung der aufgenommenen Nahrung.

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Erbrechen und Durchfall sind wohl die häufigsten Symptome von Magen- und Darmstörungen. Sie wirken bei Magen- und Darminfekten als eine Art Selbstreinigung. Vorsicht ist aber bei anhaltendem Durchfall und Erbrechen geboten, da die immensen Flüssigkeitsverluste ohne Behandlung schnell zur Bedrohung für den gesamten Organismus werden können.

Hinter Erbrechen (Vomitus) und Durchfall (Diarrhoe) wie auch anderen Symptomen im Bereich des Magendarmtraktes (z.B. Schluckstörungen, Koliken, Fieber, Kotabsatzprobleme, „Schlittenfahren“, Blähungen, Appetitlosigkeit, Abmagerung usw.) können die verschiedensten Ursachen stecken:

  • Infektionen mit Bakterien, Viren oder Parasiten und daraus folgende infektiöse Magen- und Darmentzündungen

  • chronische Entzündungen infolge fehlgesteuerter immunologischer Prozesse (Oberbegriff IBD,“ inflammatory bowel disease“)

  • Pankreas-, Leber-, Bauchfellentzündungen

  • Analbeutelentzündungen

  • Verdauungsenzym-Mangel („exokrine Pankreasinsuffizienz“)

  • Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten

  • unzureichende Futterqualität

  • gestörte Darmflora

  • Intoxikationen

  • Magentorsion (Magendrehung beim Hund)

  • Motilitätsstörungen in den verschiedenen Abschnitten des Verdauungskanals

  • Ileus (Darmverschluss)

  • verschluckte Fremdkörper (z.B. Spielzeug beim Hund oder Haarballen bei der Katze)

  • Prostatavergrößerung (führt beim Rüden oft auch zu Kotabsatzproblemen)

  • gut- oder bösartige Tumore

  • aber auch Erkrankungen anderer Organsysteme, die wie z.B. bei Leber- oder Nierenschäden durch die Ansammlung von Stoffwechselprodukten starke Übelkeit und Erbrechen verursachen können.

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Diagnostik

In unserer Praxis stehen eine ganze Reihe Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die richtige Diagnose und die zugrundeliegenden Ursachen zu finden sowie deren adäquate Behandlung zu gewährleisten. 

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung. Daran schließen sich gegebenenfalls speziellere Untersuchungen an:

  • Laboruntersuchung von Kot- und Blutproben

  • Ausschlussdiäten zum Nachweis von Futtermittelallergien

  • Überprüfung der Futterqualität

  • Digitale Röntgenuntersuchung mit und ohne Kontrastmittel

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchraumes

  • Punktion der Bauchhöhle (Abdominozentese)

  • Endoskopie der verschiedenen Abschnitte des Verdauungskanals inkl. der Bauchhöhle (Oesophago- und Gastroduodenoskopie, Kolo- und Rektoskopie, Laparoskopie). Biopsien wie auch Fremdkörperentfernung sind möglich. So lässt sich bei verschluckten Fremdkörpern eine Laparotomie (chirurgische Bauchhöhleneröffnung) häufig vermeiden.

NEPHROLOGIE/UROLOGIE

Innere Medizin – Die Nephrologie/Urologie befasst sich mit den Nieren und den ableitenden Harnwegen. Dieses Organsystem ist nicht nur für die Ausscheidungen von Schadstoffen wichtig, sondern auch für den Wasser-und Mineralstoffhaushalt. Zudem bildet die Niere Substanzen, die die Entwicklung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sowie den Blutdruck beeinflussen. Störungen dieses Systems können somit gravierende Folgen für den Gesamtorganismus haben. Andererseits können aber auch Krankheiten anderer Organe zu Symptomen am Harntrakt führen, wie zum Beispiel die vermehrte Harnausscheidung bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, wörtlich „honigsüßer Durchfluss“).

Die Erkrankungen können sowohl als akuter Notfall als auch schleichend daherkommen. Da die Nieren eine hohe Reservekapazität besitzen, treten deutliche Zeichen einer Niereninsuffizienz mitunter erst ab einer Schädigung von 3/4 des Nierengewebes zu Tage. Deshalb gilt es gerade bei älteren oder schädlichen Einflüssen ausgesetzten Tieren (nierenschädigende Infektionen oder Giftstoffe), immer ein Auge auf die Nierenfunktion zu haben.

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Einige der Erkrankungen, mit denen wir in unserer Praxis immer wieder konfrontiert werden:

  • Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten und daraus resultierende Nephritis, Pyelonephritis, Zystitis oder Urethritis (Entzündungen von Niere, Nierenbecken, Harnblase oder Harnröhre)

  • Harngries oder Harnsteine, die zu Entzündungen und schlimmstenfalls zum Verschluss der ableitenden Harnwege führen können (Stichwort „Feline Lower Urinary Tract Disease“, FLUTD, die „untere Harnwegserkrankung der Katzen“)

  • chronische oder akute Niereninsuffizienzen (Nierenversagen) durch Intoxikationen, immunologische Prozesse oder Infektionen

  • neurologische Störungen mit Harninkontinenz oder Harnverhalten

  • Prostataerkrankungen

  • „Polycystic Kidney Disease“ (PKD) der Katze (vererbte, polyzystische Nierenerkrankung, die zu blasendurchsetzten insuffizienten Nieren führt)

  • gut- und bösartige Tumore

  • unfallbedingte Schädigung des Harnapparates

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Diagnostik

In unserer Praxis stehen eine ganze Reihe Untersuchungsmöglichkeiten des Harntraktes zur Verfügung, um die richtige Diagnose und die zugrundeliegenden Ursachen zu finden sowie deren adäquate Behandlung zu gewährleisten. 

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung.

Daran schließen sich gegebenenfalls speziellere Untersuchungen an:

  • Laboruntersuchungen von Harn- und Blutproben
  • Analyse von Harnsteinen
  • Katheterisierung der Harnblase
  • Punktion der Harnblase (Zystozentese)
  • Digitale Röntgenuntersuchung mit oder ohne Kontrastmittel
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Endoskopie (Urethroskopie/Vaginoskopie/Zystoskopie)
  • Graduierung von Nierenfunktionsstörungen nach dem IRIS-System

ATEMWEGE

Innere Medizin – Im Zusammenspiel mit dem Herzkreislaufsystem sorgt das Atemsystem für eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Organismus. Dies ist besonders für die Versorgung des Gehirns wichtig, da dieses ohne die notwendige Sauerstoffzufuhr schon nach wenigen Minuten irreparablen Schaden nimmt. Wegen ihrer lebenswichtigen Bedeutung werden die Leistungen des Atmungs- und Herzkreislaufsystems auch als Vitalfunktionen bezeichnet, die bei allen schweren Erkrankungen/Verletzungen zuerst überprüft werden.

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Hinter Symptomen wie Husten, Niesen, Nasenausfluss, Kurzatmigkeit, Fieber oder Atemnot können die verschiedensten Krankheitsprozesse stecken, wie z.B.:

  • Infektionen durch Bakterien, Viren und Parasiten mit daraus resultierenden Entzündungen der Luftwege von der Nase beginnend bis hinunter zur Lungenentzündung ( Rhinitiden, Laryngitiden, Tracheitiden, Bronchitiden und Pneumonie). Hierzu gehören auch der Zwingerhusten der Hunde und der Katzenschnupfenkomplex der Katze
  • Entzündungen aufgrund fehlgesteuerter immunologischer Prozesse („Katzen-Asthma“, eosinophile Bronchitis und die Atopie, eine Veranlagung zu allergischen Reaktionen)
  • Lungenemphysem (Ausweitung der Lungenbläschen, Lungenblähung)
  • Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge)
  • unfallbedingte Schäden (z.B. Pneumothorax: Luftansammlung in der Brusthöhle mit Aufhebung des für die Atmung wichtigen Unterdrucks)
  • eingeatmete Fremdkörper in der Nase (Grannen) oder sogar in tieferen Atemwegen (Aspirationspneumonie),
  • Gut- oder bösartige Tumore (Lunge ist oft Ansiedlungsort von Metastasen)
  • rassespezifische Probleme: Trachealkollaps (Zusammenfall der Luftröhre) bei kleinen Hunderassen, Lungenfibrose (bindegewebiger Umbau der Lunge) beim „Westie“

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Diagnostik

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung. Dabei spielt die Auskultation, das gründliche Abhören eine besondere Rolle. Hiermit lassen sich schon wichtige Anhaltspunkte hinsichtlich Ausprägung und Ausdehnung der Erkrankung gewinnen.

Daran schließen sich gegebenenfalls speziellere Untersuchungen an:

  • Laboruntersuchungen von Tupfer-, Spül- und Blutproben
  • Punktion der Brusthöhle (Thorakozentese)
  • Endotrachealspülung, bronchioalveoläre Lavage
  • Digitale Röntgenuntersuchung mit oder ohne Kontrastmittel
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Endoskopie der verschiedenen Abschnitte des Atemapparates: (Rhino-, Laryno-, Tracheo-, Bronchioskopie) inkl. Fremdkörperentfernung und Probennahmen

HERZ/KREISLAUF

Innere Medizin – Das Herzkreislaufsystem sorgt nicht nur für die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, sondern auch mit allen notwenigen Nähr- und Wirkstoffen sowie den Abtransport von Stoffwechselprodukten und „Abfallstoffen“ zu den Ausscheidungsorganen.

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Das Herz als unermüdliche Pumpe steht dabei im Mittelpunkt dieses Systems. Legt man beim Hundeherzen eine durchschnittliche Schlagfrequenz von 90/min zugrunde, so schlägt das Herz Tag für Tag rund 130.000 mal. Hochgerechnet auf ein Jahr ergibt dies schon einen Wert jenseits der 40 Millionen. Und dies alles ohne eine Pause –welch eine Leistung!

Funktionsverluste des Herzens können durch veränderte Herzklappen, durch Herzmuskelschäden, Rhythmusstörungen oder angeborene Fehlbildungen bedingt sein. Bei Hunden größerer Rassen findet man vor allem Herzmuskelerkrankungen, bei Hunden kleinerer Rassen Herzklappenveränderungen. Bei den Katzen hingegen sind Klappenerkrankungen eher selten, hier herrschen Herzmuskelschäden in Form der Hypertrophen Kardiomyopathie vor.

Vorsorgeuntersuchungen sind vor allem bei jungen und älteren Tieren angezeigt, da so angeborene Fehlbildungen am Herzen bzw. die im Alter zunehmenden Herzveränderungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden können. Gleiches gilt bei einer Zugehörigkeit zu Hunderassen, die für Herzprobleme bekannt sind. 

Durch die enge Verflechtung des Herzkreislaufsystems mit dem Atemapparat treten Störungen des einen Systems häufig durch Symptome des anderen in Erscheinung, wie z.B. der Hustenfall bei Linksherzschwäche („Herzhusten“ ).

Einige der Herzkreislauferkrankungen, mit der wir es in unserer Praxis immer wieder zu tun haben:

  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien):
    Dilatative Kardiomyopathie (DKM), ein Herzmuskelschaden mit ausgeweiteter Kammer, von dem Hunde großer Rassen besonders betroffen sind – auch schon im jüngeren Alter, Hypertrophe Kardiomyopathie (HKM), Herzmuskelschaden mit verdickter Kammerwand als häufigste Herzerkrankung bei Katzen
  • Herzklappenerkrankungen (Endokardiosen):
    allg. selten bei Katzen, hingegen in Form der Mitralklappenendokardiose eine häufige Erkrankung älterer Hunde kleiner Rassen
  • angeborene Fehlbildungen:
    subvalvuläre Aortenstenose, Pulmonalisstenose (Verengungen an den Übergängen der Kammern in die Aorta bzw. Lungenarterie), persistierender Ductus Arteriosus Botalli, (PDA, Gefäßfehlbildung)
  • Unfallfolgen:
    Kreislaufversagen (Schock) bis hin zum Herz-und Atemstillstand, Herzkontusionen (Herzquetschung) usw.
  • Störungen der neuralen Steuerung der Herzmuskelaktivität: Rhythmusstörungenz.B. das Sick-Sinus-Syndrom beim Minischnauzer oder Westie, bei dem der herzeigene Taktgeber, der Sinusknoten falsche Impulse aussendet (Herzschrittmacher als Therapieoption)
  • Entzündungen des Herzmuskels (Myokarditis), der Herzinnenhaut (Endokarditis), des Herzbeutels (Perikarditis), z.B. durch Infektionen mit Bakterien, Viren oder Parasiten (Herzwurminfektionen) oder auch immunologischen Störungen
  • Herztumore (Hämangiosarkome oder Herzbasistumore), die über Gefäßschädigung zu Einblutungen in den Herzbeutel und damit gefährlichen Einschränkung der Herzaktion führen können
  • rassebedingten Herzerkrankungen wie z.B. die Dobermann- oder die Boxerkardiomyopathie

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Diagnostik

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung. Dabei spielt die Auskultation, das gründliche Abhören eine besondere Rolle. Hiermit lassen sich schon wichtige Anhaltspunkte hinsichtlich der Ausprägung einer Herzerkrankung gewinnen. 

Daran schließen sich gegebenenfalls speziellere Untersuchungen an:

  • Laboruntersuchungen von Blutproben
  • EKG (Elektrokardiogramm)
  • Punktion der Brusthöhle bzw. des Herzbeutels (Thorako- bzw. Perikardiozentese)
  • Digitale Röntgenuntersuchung
  • Blutdruckmessung

Für weitere spezielle Untersuchungen, z.B. Dopplerechographie oder Herzultraschall, arbeiten wir mit Veterinärkardiologen zusammen.

ENDOKRINOLOGIE

Innere Medizin – Die Endokrinologie beschäftigt sich mit allen Störungen rund um das Hormonsystem, das viele wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper reguliert. Die Hormone dienen dabei als Botenstoffe – produziert im endokrinen Drüsengewebe und übers Blut im Körper verteilt.

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Die Unterscheidung zwischen endokrinen und exokrinen Drüsen lässt sich anhand der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) verdeutlichen, da diese exokrine wie auch endokrine Drüsenanteile besitzt. Der exokrine Teil sezerniert Verdauungsenzyme direkt in den Zwölffingerdarm, die dort lokal in den Verdauungsvorgang eingreifen. Bei einem Mangel an diesen Enzymen spricht man folglich von der „exokrinen Pankreasinsuffizienz“. Das endokrine Pankreasgewebe hingegen produziert u. a. das Hormon Insulin und verteilt es über die Blutbahn im Körper. Dieses Hormon hat zentrale Bedeutung für den Zuckerstoffwechsel und ermöglicht die Aufnahme des Blutzuckers in die einzelnen Körperzellen.

Da Hormone als Botenstoffe schon in geringster Dosis wirksam sind, muss ihre Ausschüttung immer exakt an die jeweilige Situation angepasst werden. Hierfür stehen zum Teil mehrstufige Regelkreise zur Verfügung, wie bei der Kontrolle des Schilddrüsenhormons. Dessen Produktion und Ausscheidung wird im Gehirn über zwei Zentren reguliert, dem Hypothalamus und der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Deshalb können Störungen auf verschiedenen Stufen eintreten, mit entsprechender Auswirkung auf den Therapieansatz.

Die Folgen endokrinologischer Störungen lassen sich grob in einen Überschuss oder einen Mangel an Hormonen einteilen, welches sich in den Vorsilben Hypo- und Hyper- niederschlägt. Im Falle der Schilddrüse spricht man dann von einer Hypothyreose oder Hyperthyreose (Schilddrüsenunterfunktion bzw. -überfunktion).

Hier eine kleine Auswahl von den in der Veterinärmedizin wichtigen endokrinen Krankheitsbildern:

  • Hyothyreose (Schilddrüsenunterfunktion, v.a. beim Hund) bzw. Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion, v.a. bei der Katze),
  • Diabetes insipidus („Polyurie“, eine übermäßige Harnausscheidung durch Störungen des Antidiuretischen Hormons aus der Hypophyse und infolge dessen auch „Polydipsie“, vermehrte Wasseraufnahme),
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit mit erhöhten Blutzuckerwerten, Symptome der Polyurie und Polydipsie sind hier durch die Zuckerausscheidung im Harn bedingt),
  • Hyperinsulinismus (reduzierte Blutzuckerwerte durch erhöhtes Insulin aus insulinproduzierenden Tumoren),
  • Cushing-Syndrom (Überschuss an Glukokortikoiden aus der Nebennierenrinde oder durch extern zugeführte „Cortison“-Präparate),
  • Morbus Addison (Nebenniereninsuffizienz mit Mangel an Mineralo- und Glukokortikoiden),
  • Störungen der Sexualhormone siehe Abschnitt über die Reproduktionsmedizin.

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Diagnostik

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung. Hiermit lassen sich schon wichtige Anhaltspunkte hinsichtlich evtl. beteiligter Hormone gewinnen.

So können gezielt die weitergehenden Laboruntersuchungen festgelegt werden. Mit speziellen Testverfahren lassen sich heute viele Hormone im Blut bestimmen. Auch Funktionstests durch Einsatz übergeordneter (z.B. von der Hypophyse stammender) Hormone sind möglich. Hinzu kommen noch der Nachweis der durch die Hormonstörung bewirkten Veränderungen z.B. im Zuckerstoffwechsel oder Mineralstoffhaushalt.

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder digitales Röntgen werden zur Abklärung von morphologischen Veränderungen an den endokrinen Drüsen eingesetzt, z.T. auch mit entsprechenden Biopsien

INFEKTIONEN

Innere Medizin – Bei der Behandlung von Infektionskrankheiten versucht man neben der Milderung von Krankheitserscheinungen möglichst auch deren Auslöser, die beteiligten Erreger zu eliminieren.

Infektionserreger bei Hund und Katze lassen sich in verschiedene Gruppen aufteilen:

  • Viren
  • Pilze
  • Bakterien
  • (ein- und mehrzellige Parasiten, siehe eigenen Unterpunkt)

Die Diagnose der vorliegenden Erreger bildet die Grundlage einer effektiven Behandlung. Die Möglichkeiten, Viren, Pilz oder Bakterien zu bekämpfen, sind nämlich recht unterschiedlich.

Gegen Viren stehen uns Tiermedizinern (bis auf wenige Ausnahmen, z.B. Herpesviren) keine Präparate zur Verfügung, sodass sich die Behandlung auf die Infektionsfolgen beschränkt. Antibiotika helfen nicht bei Virusinfektionen! Aus diesen Gründen ist die Möglichkeit einer vorbeugenden Impfung insbesondere bei den Viruserkrankungen sehr hilfreich.

Gegen Pilzerkrankungen hingegen lassen sich zahlreiche, auf die jeweilige Pilzart ausgerichtete Medikamente einsetzen.

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Und die Entdeckung der Antibiotika hat die Behandlung bakterieller Infektionen revolutioniert. Leider haben sich die Erwartungen, nun jede bakterielle Erkrankung in den Griff zu bekommen, nicht erfüllt. Die Bakterien haben sich unter dem Druck des massenhaften Antibiotikaeinsatzes angepasst, indem sie gegen die verschiedenen Wirkprinzipien der Antibiotika Resistenzen entwickelten, also unempfindlich gegen diese wurden. Deshalb ist es im Zeitalter der immer häufiger sogar multiresistent gewordenen Bakterien (Stichwort MRSA) vor dem Antibiotikaeinsatz empfehlenswert, wenn immer möglich deren Art und Empfindlichkeit auf die einzelnen Antibiotika zu bestimmen.

Innerhalb der Erreger lässt sich darüber hinaus zwischen den klassischen Hunde- oder Katzeninfektionserregern und opportunistischen Keimen unterscheiden. Letztere können ihr krankmachendes Potential nur ausschöpfen, wenn eine entsprechende Vorschädigung des Patienten vorliegt. Bestes Beispiel hierfür sind Wundinfektionen mit Bakterien (z.B. bestimmter Staphylokokken-Stämme), die auf der intakten Haut normalerweise keinen Schaden anrichten.

Solche Wundinfektionen können nicht nur durch Unfälle oder Beißereien entstehen, sie spielen auch eine Rolle bei chirurgischen Eingriffen. Dieses Risiko lässt sich durch ein gutes Hygienemanagement minimieren. Deshalb haben wir diesem Aspekt beim Umbau unserer Praxis und Einrichtung der neuen Operationssäle besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Hinzu kommt eine ausführliche Einweisung aller Mitarbeiter und ständige Überprüfung der Hygienemaßnahmen.

Hier nun noch eine Auswahl der klassischen Hunde- bzw. Katzeninfektionskrankheiten, gegen die es Impfstoffe gibt:

Hund

  • Hepatitis contagiosa canis (Infektiöse Leberentzündung des Hundes)
  • Leptospirose
  • Parvovirose
  • Staupe
  • Tollwut
  • Infektiöses Welpensterben
  • Zwingerhustenkomplex

 Katze

  • Tollwut
  • Feline Panleukopenie („Katzenseuche“)
  • Katzenschnupfenkomplex
  • Feline infektiöse Peritonitis (FIP)
  • Feline Leukämie

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Diagnostik

In unserer Praxis stehen eine ganze Reihe Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die richtige Diagnose und die zugrundeliegenden Erreger heraus zu finden, sowie deren adäquate Behandlung zu gewährleisten. 

Am Anfang steht die Aufnahme der Vorgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinische Untersuchung. Daran schließen sich gegebenenfalls speziellere Untersuchungen an:

  • Probengewinnung von Blut, Harn, Kot, Hautveränderungen, Liquor, Bauchhöhlenflüssigkeit etc.
  • Laboruntersuchungen der gewonnenen Proben
  • Bildgebende Untersuchungsverfahren je nach befallenem Organsystem: Digitales Röntgen, Ultraschall (Sonographie), Endoskopien 

Der direkte Erregernachweis (Bakterien- oder Pilzkulturen, immunologische Virus-Nachweisverfahren bis hin zu modernen Tests zum Nachweis selbst geringster Erbsubstanzmengen des Erregers, „PCR“) gestaltet sich mitunter schwer oder sehr zeitaufwendig. 

Alternativ werden indirekte Verfahren angewandt, bei der man nicht den Erreger selbst, sondern die gegen ihn gerichtete Reaktion des Abwehrsystems (Antikörper) misst.

PROPHYLAXE | Junges Tier allgemein | Altes Tier allgemein

Junges Tier allgemein

Die ersten Lebenswochen und -monate sind für den Hunde- und Katzennachwuchs besonders kritisch. Zum einen muss sich ihr Abwehrsystem erst noch richtig entwickeln. Zum anderen zeigen sich evtl. angeborene Erkrankungen.

Deshalb ist besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Welpenentwicklung zu empfehlen. Vorsorgeuntersuchungen können dabei helfen, Fehlentwick-
lungen frühzeitig zu erkennen und wenn möglich zu behandeln.

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Unter die angeborenen Erkrankungen fallen zum Beispiel die verschiedenen Fehlbildungen am Herzen (AortenstenosenVentrikelseptumdefekte) oder auch Gefäßfehlbildungen im Bereich der Leber (portosystemischer Shunt).

Aber auch ohne angeborene Krankheiten stellt allein schon die Entwicklung des Abwehrsystems eine große Herausforderung dar. Der Nachwuchs bekommt zwar noch im Mutterleib bzw. mit der Muttermilch Abwehrstoffe gegen die in der Umgebung vorkommenden Keime. Diese schützen aber nur eine begrenzte Zeit, sodass die Welpen rasch ein eigenes Abwehrsystem aufbauen müssen. Hier ergibt sich die oft beschriebene „immunologische Lücke“, die Phase zwischen dem Schutz durch mütterliche Antikörper und dem Aufbau des eigenen Abwehrsystems. In dieser Zeit sind die Welpen besonders anfällig für Infektionen. Hinzu kommen noch die Beeinträchtigungen durch die bei Welpen üblichen Wurminfektionen. So kommt dem auf die jeweiligen Gegebenheiten ausgerichteten Impf- und Entwurmungsplan eine große Bedeutung zu.

Die Tierarztbesuche für die Grundimmunisierung der Welpen eignen sich zudem gut für die ersten Vorsorgeuntersuchungen. Doch auch unabhängig davon ist ein grundsätzlicher Welpen-Check sinnvoll, besonders wenn die Tiere nicht aus nachvollziehbar seriösen Zuchten stammen. Gewichtsentwicklung, Zahnstatus, Hodenabstieg, mögliche Nabel- oder Leistenbrüche und einiges mehr werden hierbei überprüft.

Selbst nach Abschluss der Welpenzeit ist noch einige Aufmerksamkeit gefordert. Als grobe Richtschnur (Tierart und Rasse) kann man durchaus noch das ganze erste Lebensjahr als wichtige Entwicklungszeit ansehen.

So ist zum Beispiel die Zeit des Zahnwechsels zwischen dem 4. – 7. Monat zu beachten. Zum Teil müssen übriggebliebene Milchzähne entfernt werden, um den bleibenden Platz zu schaffen. Außerdem könnten Korrekturen von Zahnfehlstellungen notwendig werden.

Das erste Lebensjahr ist auch hinsichtlich potenzieller Wachstumsstörungen am Bewegungsapparat wichtig. Früh genug erkannt lassen sich oft bleibende Fehlstellungen verhindern.

Dies kann wie bei der Osteodystrophia fibrosa generalisata der Katze („generalisierter bindegewebiger Knochenumbau“) schon auf diätetischem Wege geschehen. Durch vorwiegende Verfütterung von Innereien kommt es hierbei zu einem Überangebot an Phosphor bei einem Mangel an Kalzium. Infolge dessen ist die Mineralisierung der Knochen hochgradig gestört, welches letztendlich zu Verformungen und Brüchen führt. Ein rechtzeitiger Futterwechsel mit entsprechendem Mineralstoffausgleich könnte dies verhindern helfen.

Die richtige Fütterung spielt auch beim Hund eine wichtige Rolle, insbesondere bei den schnell wachsenden großen Rassen, damit ihre Gelenke und Knochen nicht unter einer zu raschen Gewichtszunahme Schaden nehmen.

Über die Fütterungsüberprüfung hinaus können bei Wachstumsstörungen auch chirurgische Eingriffe sinnvoll sein. Ein Beispiel hierfür ist die drohende X-Beinfehlstellung an Vordergliedmaßen bei Dackeln, Bassets und anderen chondrodystrophen Rassen. Das dafür verantwortliche unterschiedliche Längenwachstum von Speiche und Elle lässt sich bei frühzeitiger Diagnose auf chirurgischem Wege beheben.

Wir begleiten Sie gerne durch diese wichtigen ersten Lebensmonate, erstellen Ihnen ein auf Ihr Tier abgestimmtes Vorsorgekonzept mit allen wichtigen Impfungen, Entwurmungen sowie Vorsorgeuntersuchungen. Dabei stehen wir Ihnen selbstverständlich zu allen Fragen rund um die Welpen- und Jungtiergesundheit zur Verfügung.

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Altes Tier allgemein

Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung kann bei älteren Tieren helfen, den „Ruhestand“ so gesund und angenehm wie möglich zu gestalten. Die ersten Anzeichen einer schleichenden Erkrankung kann man als Tierbesitzer leicht übersehen und mitunter werden Veränderungen auch nur als unvermeidliche Alterserscheinungen angesehen und nicht weiter verfolgt.

Dabei lässt sich die eine oder andere Alterserscheinung durchaus bei frühzeitiger Behandlung abmildern.

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Viele der kleinen Hunderassen entwickeln zum Beispiel mit zunehmendem Alter Veränderungen an den Herzklappen. Diese machen es dem Herzen immer schwerer, einen stabilen Blutkreislauf zu gewährleisten. In der ersten Zeit vermag der Körper dies noch durch verschiedene Mechanismen auszugleichen (kompensieren), sodass man als Tierbesitzer häufig nichts bemerkt, bestenfalls kleinere Leistungsschwächen. Erst wenn die Kompensationsmechanismen nicht mehr ausreichen, treten die Anzeichen der zunehmenden Herzinsuffizienz offen zu Tage (Dekompensation).

Die degenerative Veränderung der Klappen lässt sich zwar nicht aufhalten. Aber früh genug entdeckt, kann man dem angeschlagenen Herzen durch gezielte Medikation die Arbeit enorm erleichtern und so das Eintreten der Dekompensation verhindern oder zu mindestens so lange wie möglich herauszögern. Darüber hinaus lassen sich einige negative Auswirkungen der Herzinsuffizienz auf andere Organsysteme positiv beeinflussen.

Glücklicherweise sind zur Untersuchung auf derartige Klappenveränderungen gar keine aufwändigen Tests notwendig. Eine Allgemeinuntersuchung mit gründlichem Abhören des Herzens (Auskultation) reicht in vielen Fällen schon aus, um dies zu entdecken.

Ähnliches gilt auch für andere, im Alter zunehmende Erkrankungen. Bei älteren Katzen sind Nierenerkrankungen keine Seltenheit. Auch diese können längere Zeit unbemerkt bleiben. Katzen neigen zudem dazu, Krankheiten erst einmal zu verbergen. Dies ist wohl dem Erbe ihrer wilden Vorfahren zuzuschreiben, die es sich nicht leisten konnten, beim täglichen Kampf ums Überleben, irgendeine Schwäche zu zeigen.

In unserer Praxis stellen wir gerne ein speziell auf Ihr Tier zugeschnittenes Altersvorsorgeprogramm zusammen. Schließlich sollen ja keine unnötigen Tests gemacht werden, sondern ein Alters-Check, der sich genau an die rasse- und altersspezifischen wie auch individuellen Besonderheiten Ihres Tieres orientiert.

Anhand der Ergebnisse lassen sich dann gezielt medikamentöse oder auch rein diätetische Maßnahmen ergreifen. Die Möglichkeiten durch Anpassung des Futters an nachlassenden Organ- bzw. Stoffwechselfunktionen wird im Übrigen häufig unterschätzt. Hier haben sich abgestimmte Diäten, als Fertigfutter oder auch selbst zubereitete Rationen durchaus bewährt. Wir können Ihnen entsprechende Diätanweisungen wie auch Diätfutter verschiedener Hersteller anbieten.

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IMPFUNGEN

Durch Impfungen bietet sich die Möglichkeit die körpereigene Abwehr gezielt gegen einzelne Krankheitserreger zu trainieren. Durch die Verabreichung abgetöteter oder abgeschwächter Erreger bzw. auch nur einzelner Bestandteile von diesen wird eine Infektion simuliert. Infolge dessen bildet das Immunsystem Abwehrstoffe (Antikörper) und auch Abwehrzellen (Gedächtniszellen). Mit deren Hilfe können dann bei einer natürlichen Infektion eindringende Krankheitserreger schneller und effektiver bekämpft werden.

Unsere Praxis orientiert sich an den Empfehlungen der ständigen Impfkommision, einem Gremium aus anerkannten Infektionsmedizinern.

Sie teilt die Kleintierimpfungen/Impfstoffe  in sogenannte Core-Komponenten (Basisimpfstoffe) gegen Krankheiten, vor denen alle Tiere jederzeit geschützt sein sollten und Non-core-Komponenten (Zusatzimpfungen), die Tiere nur unter besonderen Umständen, z. B. bei besonderem Infektionsdruck, benötigen.

Impfungen des Hundes

Impfungen der Katze

Impfungen des Kaninchens

Impfungen des Hundes

 

Basisimpfungimpfungen beim Hund:

  • Hepatitis contagiosa canis, infektiöse Leberentzündung (HCC)
  • Leptospirose (L)
  • Parvovirose (P)
  • Parainfluenzavirus, Zwingerhusten (CPiV)
  • Staupe (S)
  • Tollwut (T)

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Grundimmunisierung von Welpen sind alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren

Basisimpfung-Grundimmunisierung

8  Wochen :  HCC, S, P, L, CPiV
12 Wochen: : HCC, S, P, L, CPiV,T
16 Wochen: : HCC, S, P, L, CPiV,T
15 Monate:HCC, S, P, L, CPiV,T

Basisimpfung Wiederholung:

Jährlich: HCC, S, P, L, CPiV
Alle drei Jahre: T

Zusatzimpfungen beim Hund:

  • canines Herpesvirus („infektiöses Welpensterben“)
  • Bordetella bronchiseptika 
  • Leishmaniose
  • Lyme-Borelliose
  • bestimmte Hautpilze (Microsporum, Trichophyton)

Diese Schemata bilden für uns eine Grundlage, um einen an die jeweilige Situation des Impflings angepassten Impfplan zu erstellen. Auffrischung- wie auch Zusatzimpfungen setzen wir nach Herstellerangabe und Infektionsrisiko ein. Für Fragen rund um die Impfprophylaxe stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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Impfungen der Katze

 

Basisimpfungen für die Katze:

  • Rhinotracheitisvirus, felines Herpesvirus (R)
  • felines Calicivirus (C)
  • felines Panleukopenievirus ,Katzenseuche (P)
  • Tollwut (mit Ausnahme reiner Wohnungskatzen) (T)

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Grundimmunisierung von Welpen sind alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren

Basisimpfung-Grundimmunisierung

8  Wochen: R,C,P
12 Wochen: R,C,P, Tollwut (bei Freigängern)
16 Wochen: R,C,P, Tollwut (bei Freigängern)
15 Monate: : RCP,  Tollwut (bei Freigänger

Basisimpfung Wiederholung:

Jährlich: R;C;P
Alle drei Jahre: T

Zusatzimpfungen für die Katze:

  • Chlamydophila felis
  • Bordetella bronchiseptika
  • felines Leukämievirus (FELV)
  • feline infektiöse Peritonitis (FIP)/ fel. Coronavirus
  • bestimmte  Hautpilze (Microsporum, Trichophyton

Diese Schemata bilden für uns eine Grundlage, um einen an die jeweilige Situation des Impflings angepassten Impfplan zu erstellen. Auffrischung- wie auch Zusatzimpfungen setzen wir nach Herstellerangabe und Infektionsrisiko ein. Für Fragen rund um die Impfprophylaxe stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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Impfungen des Kaninchens

 

Basisimpfungimpfungen beim Kanichen:

  • Myxomatose
  • Rabbit haemorrhaghic disease (RHD)

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Grundimmunisierung von Welpen sind alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren

Basisimpfung-Grundimmunisierung
Ab den 5  Lebenswochen: einmal RHD und Myxomatose

Basisimpfung Wiederholung:
Jährlich: RHD und Myxomatose

Zusatzimpfungen beim Kanichen:
Bordetella bronchiseptica/Pasteurella multocida,

Diese Schemata bilden für uns eine Grundlage, um einen an die jeweilige Situation des Impflings angepassten Impfplan zu erstellen. Auffrischung- wie auch Zusatzimpfungen setzen wir nach Herstellerangabe und Infektionsrisiko ein. Für Fragen rund um die Impfprophylaxe stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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REISEKRANKHEITEN

 

Das Wissen über Reise- oder Mittelmeerkrankheiten des Hundes hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, ebenso wie das allgemeine Interesse daran. Hinzu kommt, dass sich infolge des Klimawandels die ursprünglich einmal im Mittelmeerraum beheimateten Krankheitserreger immer weiter nach Norden ausbreiten. Es sind also gar keine exotischen Reiseziele notwendig, um auf sie zu stoßen. Wer hätte schon gedacht, dass bereits im Schweizer Tessin Gefahr durch Herzwurminfektionen drohen?! Und auch Babesien (einzellige Blutparasiten) sind mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands aufgetaucht.

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Hinter den Reisekrankheiten oder Mittelmeerkrankheiten im engeren Sinne stecken Krankheitserreger, die v.a. von Mücken oder Zecken auf Hunde übertragen werden. Angesichts deren zunehmenden Ausbreitung spricht man auch – unabhängig von der geographischen Verbreitung – von vektorenübertragenen Krankheiten.

Von Zecken übertragbare Krankheitserreger, insbesondere von der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), der Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und dem gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus):

Zecke

  • Babesien (einzellige Blutparasiten, die sich v.a. in den roten Blutkörperchen vermehren)

  • Ehrlichien (Rickettsien, die weiße Blutkörperchen und Blutplättchen schädigen)

  • Anaplasmen (Rickettsien, die weiße Blutkörperchen und Blutplättchen schädigen)

  • Borrelien (spiralförmige Bakterien, die eine Vielzahl von Organen schädigen)

  • Hepatozoon canis (einzelliger Parasit, der nicht über Zeckenstiche übertragen wird, sondern durch das Verschlucken einer infizierten Zecke)

  • das FSME-Virus (FrühSommerMeningoEcephalitis, selten beim Hund)

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Von Mücken übertragbare Krankheitserreger: 

  • Leishmanien (einzelliger Parasit, der soweit bekannt nur von Sandmücken übertragen wird)
  • Dirofilaria repens (Fadenwurm in der Haut, übertragen von den verschiedensten Mückenarten) 
  • Dirofilaria immitis, („Herzwurm“, übertragen von den verschiedensten Mückenarten, nach einer Unterhautwanderung in Herz- bzw. Lungenvene lebend)

Die verschiedenen Krankheiten neigen häufig zu chronischen Verläufen. Je früher sie diagnostiziert werden, umso besser sind die Heilungschancen. Das kommt zum einen durch die entsprechend zunehmenden Organschäden. Zum anderen werden z.B. bei Borreliosen in der Spätphase schlecht für Antibiotika erreichbare „Ruhestadien“ diskutiert.

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Tiermedizinische Labore bieten mittlerweile spezielle „Mittelmeer-Check“-Profile an, mit denen derartige Krankheitserreger überprüft werden können. Sollte man also einmal doch nicht optimal geschützt im Urlaub gewesen sein oder/und zeigt der Hund zuhause vielleicht Krankheitsanzeichen, so kann man mit einer solchen Blutuntersuchung die Unsicherheit nehmen. 

Angesichts der Infektionsgefahren braucht man aber nicht gleich alle Urlaubspläne über Bord schmeißen. Mit einer guten Vorbereitung und Vorsorge lässt sich das Risiko deutlich einschränken. 

Zum Glück steht heute eine ganze Reihe von Präparaten zur Verfügung, mit denen man den Hund gegen die Überträger, manchmal auch gegen die Erreger direkt schützen kann (z.B. Impfungen bei Borrelien und Leishmanien sowie larventötende Mittel gegen Herzwürmer). 

Mit dem Wissen über die aktuellen Verbreitungsgebiete der Erreger bzw. Überträger und die Eigenschaften der verschiedenen Wirkstoffe lassen sich dann die richtigen Produkte finden.  

Darüber können auch einige Tipps hinsichtlich der bevorzugten Aufenthaltsorte und Aktivitätszeiten der Zecken oder Mücken helfen, das Risiko weiter zu minimieren. So besitzen die Leishmaniose übertragenden Sandmücken ganz besondere Vorlieben hinsichtlich Aktivitätszeitzeit (nachtaktiv), Flughöhe, Windstille, Lichtfarbe der Zimmerbeleuchtung. 

Anlässlich eines rechtzeitig eingeplanten Termins für eine Reisevorbereitung können wir Sie nicht nur über den aktuellen Stand bei den Einreisebestimmungen informieren.
Je nach Reiseziel lassen sich so auch früh genug die passenden Vorsorgemaßnahmen treffen. Ein kurzer allgemeiner Gesundheitscheck gehört bei chronischen Vorerkrankungen ebenso dazu.

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PARASITEN | Endoparasiten (Würmer) | Ektoparasiten

Entwurmungen (Endoparasiten):

Grundsätzlich lassen sich die Darmparasiten zwar gut anhand von Kotproben nachweisen (3-Tage-Proben bei nicht kontinuierlich ausgeschiedenen Wurmeiern und -larven) und dementsprechend gezielt behandeln.

Bei besonderen Risikogruppen hat sich aber eine routinemäßige Entwurmung ohne vorherige Kontrolle durchsetzt. So werden Welpen mehrmals bis zum Absetzen entwurmt, da sie (fast) alle vom Muttertier mit Spul- evtl. auch Hakenwürmern infiziert werden. Unter den Hormonveränderungen werden in den Muttertieren ruhende Wurmlarven aktiv und können auch über die Milch weitergegeben werden. Eine Behandlung der Mütter ist deshalb in dieser Phase ebenfalls angezeigt.

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Besondere Infektionsgefahr besteht darüber hinaus z.B. für Freigängerkatzen mit Jagderfolg bei Kleinnagern (Bandwürmer), jagdlich geführten Hunden, bei Verfütterung von rohem Fleisch und Innereien sowie bei Flohbefall (Gurkenkernbandwurm).

Angesichts der verschiedenen Infektionsgefahren und Vielzahl an Präparaten lässt sich sicher kein allgemeingültiger Entwurmungsplan aufstellen. Wir erarbeiten Ihnen aber gerne ein individuelles Vorsorgeprogramm für Ihr Tier. Die modernen „Entwurmungsmittel“ erlauben es, ganz gezielt auf die jeweiligen Parasiten und Infektionsrisiken einzugehen. Die mit Fertigfutter versorgte Wohnungskatze stellt ja nun ganz andere Anforderungen als der jagende Freigänger. Zudem gibt es auch verschiedene Darreichungsformen, von der gut bekannten Paste über Tabletten bis hin zum SpotOn. Insbesondere für Katzenbesitzer stellen SpotOns eine enorme Erleichterung dar. Denn Katzen zeigen oft nur wenig Kooperationsbereitschaft, wenn es darum geht, irgendwelche Pasten oder Tabletten zu schlucken.

Eine gute Darmparasitenkontrolle ist zudem nicht nur hinsichtlich der Gesundheit des Tiers wichtig, sondern auch für die eigene!

Bei vielen der Darmparasiten besteht durchaus Ansteckungsgefahr für den Menschen. Das kann vom einfachen Darmbefall mit dem Gurkenkernbandwurm, über verirrte Spulwurmlarven in inneren Organen bis hin zur Gefährdung des ungeborenen Kindes durch den einzelligen Katzen-Darmparasiten Toxoplama gondii gehen.

Dies soll aber keine Panik schüren, sondern einfach nur bewusst machen, wie wichtig eine gute Parasitenkontrolle ist. Mit einem effektiven Vorsorgeplan und einfachen Hygieneregeln (z.B. Zeiträume zwischen den Katzentoilettensäuberungen) lässt sich das Risiko wirklich minimieren.

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Hautparasiten (Ektoparasiten): 

Bei den Hautparasiten von Hund und Katze handelt es sich in der Regel um Insekten (Flöhe, Läuse, Haarlinge, Mücken) oder Spinnentiere (Milben und Zecken).

Sie können beträchtliche Schäden an der Haut hervorrufen und somit auch den Weg für Sekundärinfektionen mit Bakterien oder Pilzen bereiten.

Noch kritischer wird es, wenn sie als Überträger von Krankheitserregern auftreten. Die durch Zecken übertragenen Lyme-Borelliosen, Babesiosen, Anaplasmosen oder die durch Mücken verbreiteten Leishmaniose und Dirofilariosen sind nur einige Beispiele.

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Bei den aufgeführten Krankheiten handelt es sich zum Teil um sogenannte Reise- oder Mittelmeerkrankheiten, da sie ursprünglich in den südeuropäischen Urlaubsländern beheimatet waren. Durch den wachsenden Tourismus und den Klimawandel haben aber einige dieser Krankheitserreger (samt deren Überträger) längst Einzug in unsere gemäßigteren Zonen gehalten.

Eine gute Prophylaxe gegen Hautparasiten wirkt dementsprechend nicht nur gegen den Parasiten selbst, sondern auch gegen die von ihm evtl. übertragbaren Erkrankungen.

Und während es bei der klassischen Darmparasitenkontrolle eigentlich um die Planung regelmäßiger Entwurmungen geht, erfüllen die Mittel gegen Hautparasiten schon eher die Kriterien einer Prophylaxe im engeren Sinne. Die Präparate töten nicht nur Zecken und Flöhe, sie besitzen zudem oft auch noch eine abschreckende Wirkung (Repellent) über einige Wochen. Zum Teil greifen Sie auch in den Entwicklungszyklus der Parasiten ein, so dass es gar nicht mehr zur Bildung einer neuen Generation kommen kann.

Bei den heutigen Kombinationspräparaten verschwimmen allerdings die Grenzen zwischen Therapie und Prophylaxe zunehmend.

Das breite Angebot an Präparaten gegen Hautparasiten ermöglicht es, auf die verschiedensten Infektionsrisiken eingehen zu können. Häufig sind in den Produkten gleich mehrere Wirkstoffe enthalten, zum Teil sogar gegen Ekto- und Endoparasiten. Neben Halsbändern und SpotOns, deren Wirkstoff sich über/in der Haut verteilt, stehen auch einige Produkte in Tablettenform zur Verfügung.

Bei der Auswahl des richtigen Präparates gibt es einiges zu beachten, z.B.:

  • das jeweilige Infektionsrisiko
  • die Wirkungsdauer
  • mögliche individuelle Verträglichkeiten (MDR1-Defekte bei „Collie-Rassen“)
  • die Kooperationsbereitschaft des Tieres
  • die Sicherheit z.B. bei kleinen Kindern im Haushalt
  • evtl. Wirkungsverlust bei häufigem Schwimmen

Wir helfen Ihnen gerne, dass für Ihre Belange passende Präparat zu finden. Zudem können wir Ihnen auch Informationen über den Sinn oder Unsinn einiger alternativen Parasitenmittel geben.

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